Wer Tagebuch schreibt, möchte
normalerweise nicht, dass jemand
darin liest. Hier ist das anders.
Mein Tagebuch soll Euch darüber auf dem
Laufenden halten, was in meiner Schreibwelt
gerade so passiert. Wer noch mehr über
meine Arbeiten am Schreibtisch wissen
möchte, schaut am besten ab und zu in
meinem Blog vorbei. Hier berichte ich
regelmäßig über all die kleinen und großen Erlebnisse, die ich in meinem Schriftstelleralltag so habe.
Viel Spaß beim Lesen!
Juni 2010
Gleich zu Beginn des Monats Juni durfte ich ein paar Tage auf meiner Lieblingsinsel Sylt verbringen. Es waren nur 5 Tage, aber ich habe jede Minute am Meer genossen.
Zurück in Hanau ging es gleich wieder an den Schreibtisch. Ich habe für meinen Roman zwar noch ein paar Wochen Zeit, aber bereits ab Mitte Juli geht ja mein Abenteuerroman für Kinder ins Lektorat und bis dahin möchte ich mit meinem aktuellen Projekt möglichst weit fortgeschritten sein, um den Kopf ganz für das Lektorat freizuhaben.
Ein tolles Erlebnis hatte ich zwischendurch mit meinem Buch für die Leseanfänger unter euch, das im nächsten Jahr erscheinen wird und bereits lektoriert worden ist. Meine Lektorin wollte mir die Wartezeit auf das Buch etwas verkürzen und schickte mir die ersten Skizzen der Illustratorin, die die Bilder für dieses Buch zeichnet. Ich war begeistert. Alle Figuren sehen auf den Skizzen exakt so aus, wie ich sie mir vorgestellt habe.
Jetzt freue ich mich noch viel mehr auf das fertige Buch und kann es noch weniger abwarten.
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Mai 2010:
Ich habe Euch ja schon im April von dem neuen Projekt erzählt, das bei mir angeklopft hat.
Inzwischen konnte dank meiner wunderbaren Agentin der Vertrag in trockene Tücher gebracht werden und ich bin schon fleißig am Schreiben.
Viel kann ich Euch hier noch nicht verraten, nur so viel:
Es wird ein herrlich freches Buch für Mädchen, die wissen, was sie wollen. Gummibärchen spielen eine wichtige Rolle, nicht nur im Buch, denn eine Tüte dieser bunten Gummitiere liegt auch meistens beim Schreiben neben mir.
Der Roman soll im nächsten Jahr erscheinen und ich bin jetzt schon gespannt darauf, wie er Euch gefällt.
Ein ganz tolles Erlebnis hatte ich im Mai noch. Ich durfte meinen berühmten Kollegen Andreas Steinhöfel auf einer seiner Lesungen treffen.

Leider war Andreas nach einem anstrengenden Lesemarathon ziemlich krank und seine Stimme war fast weg, aber wir hatten trotzdem vor der Lesung und auch in den Pausen ausreichend Zeit, miteinander zu plaudern und uns über unsere Schreibprojekte und unsere Träume von einsamen Schreibhäusern auszutauschen. Ein Dankeschön von hier aus an Andreas für einen superschönen Abend in Offenbach!
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April 2010:
Der April war endlich mal wieder ein richtiger Schreibmonat.
Mein Krimi wächst mit großen Schritten und erste Verlage haben wohl schon Interesse angemeldet.
Gleichzeitig hat ein Verlag bei mir wegen eines ganz anderen Projekts angefragt und ich habe spontan gesagt: Ja, das würde ich sehr gerne machen. Jetzt habe ich meine Plot-Idee dem Verlag vorgestellt und sie gefällt! Der nächste Schritt ist das Erarbeiten einer Leseprobe für den Verlag. Da es um ein richtig fröhliches und freches Buch geht, habe ich schon beim Schreiben viel gekichert und gelacht. Jetzt bin ich gespannt, was meine Agentin und der Verlag zur Leseprobe sagen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Mit dem April zog ja dann auch endlich der Frühling in meinem Garten ein, so dass ich zwischen Schreiben und Geschichten finden auch viel Zeit in meinem Garten verbracht habe.

Ein ganz besonderes Erlebnis waren in diesem Monat zwei Lesungen, die ich an Grundschulen gehalten habe.
Ich durfte die Kinder der Evangelischen Grundschule Weitengesäß im Odenwald und die Kinder der Klasse 2b der Tümpelgartenschule in Hanau besuchen. Gemeinsam haben wir uns mit der Frage beschäftigt: Wie entsteht eigentlich ein Buch? Die Zusammenarbeit mit den Kindern hat wirklich riesigen Spaß gemacht! Von hier aus noch mal ein herzliches Dankeschön an die beiden Grundschulklassen!
Und dann ist da noch unsere Schreibwelt, das Forum für Kinder- und Jugendbuchautoren, das ich im Moment alleine betreue. Täglich kommen neue Kolleginnen und Kollegen dazu und der Austausch mit ihnen ist immer wieder spannend. Wir haben jetzt auch einen kleinen öffentlichen Bereich freigeschaltet, in dem sich jeder über unsere neuen Bücher informieren kann.
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März 2010:
Der März stand für mich ganz im Zeichen der Leipziger Buchmesse. Ich konnte zwar leider nur einen einzigen Tag dort verbringen, aber den habe ich wirklich ausgekostet.
Ich habe mir Lesungen angehört von Bart Moeyaert, von Paul Maar, Antje Wagner und Jutta Richter. Und natürlich habe ich mir auch die Lesungen meines Facebook-Freundes Stefan Gemmel nicht entgehen lassen. Stefan liest ja seinen Bücher nicht einfach nur, er lebt sie quasi wie auf einer großen Bühne. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, ihm dabei einmal zuzusehen und zu -hören.
Zwischen den Lesungen blieb noch genug Zeit für ein gemütliches Mittagessen mit ein paar Kolleginnen und Kollegen aus meinem Schreibwelt-Forum und einige Besuche bei verschiedenen Verlags-Bekannten standen natürlich auch auf dem Programm.
Am Abend habe ich die Messe dann wirklich sehr glücklich und mit einem Rucksack voll neuer Bücher wieder verlassen.
Ansonsten hat mich im März vor allem mein aktuelles Projekt beschäftigt, das ich bis nach Ostern endlich soweit vorangetrieben haben will, dass ich es den Verlagen vorstellen kann. Meine Agentin sitzt deswegen schon auf heißen Kohlen, denn eigentlich wollte ich natürlich längst fertig sein. Aber ein paar kranke Kinder zu viel und auch meine eigene Angina haben mich dann doch etwas zurückgeworfen und die verlorene Zeit muss ich jetzt erst einmal wieder aufholen.
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Februar 2010:
Jetzt steht es fest! Mein Abenteuerroman für Kinder ab 10 Jahre hat eine Verlagsheimat gefunden. Leider darf ich Euch noch nicht mehr verraten, aber nur so viel: Es ist ein wunderbarer Verlag und das Ganze ist schrecklich aufregend. Meine Agentin Michaela Hanauer hat sich zum Glück um alles gekümmert und so konnte ich die Verträge schon bald unterschreiben. Jetzt wird mein Roman voraussichtlich im Frühjahr 2011 erscheinen.
Ansonsten ging es im Februar für mich ziemlich auf und ab, im wahrsten Sinne des Wortes. Gleich Anfang Februar bin ich beim Zeitungen austragen ziemlich heftig mit meinem Rad gestürzt. Ich musste zum Chirurgen und mich von Kopf bis Fuß röntgen lassen, aber zum Glück war nichts gebrochen, alles nur geprellt. Ein paar Stellen tun heute noch weh - aua!
Mitte Februar konnte ich alleine ein Wochenende in meine Lieblingsstadt Hamburg fahren. Dort habe ich mich mit ein paar Kinderbuchautorinnen getroffen, die Ihr vielleicht auch kennt: Antje Szillat, Barbara Peters, Gabi Gfrerer und Anne Thiel. Wir haben uns über unsere Schreibereien ausgetauscht und haben sehr viel zusammen gelacht. Absoluter Höhepunkt war aber dann am Abend ein Besuch des Musicals Tarzan, zu dem Gabi mich noch überredet hat. Es war einfach nur klasse!!
Seid Ihr schon mal über Wasser gegangen? Nein? Ich schon!
In Hamburg war es so kalt, dass die komplette Außenalster, ein See mitten in der Stadt, zugefroren war. Eine dicke Schneeschicht lag auch noch oben drauf und die Menschen gingen kreuz und quer auf der Alster spazieren. Kinder fuhren Schlittschuh oder ließen sich mit dem Schlitten ziehen, Hunde tobten über den See. Das war schon ein komisches Gefühl. Bisher kannte ich die Alster nur vom Tretbootfahren im Sommer :-)
Jetzt reicht es aber auch mit dem Winter. Der Schnee ist überall endgültig weggetaut und die ersten Krokusse blühen in meinem Garten. Ein paar Adventsgeschichten muss ich immer noch fertig machen, aber dann will ich endlich meinen Krimi schreiben, den ich schon angefangen habe.
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Januar 2010:
Die Welt vor meiner Haustür versinkt im Schnee.

Das sieht wunderschön aus und ist für meine Heimatstadt sehr ungewöhnlich.
Meistens ist es in Hanau im Winter nass, kalt, grau und ungemütlich. Weißen Watteschnee kenne ich eigentlich nur aus dem Winterurlaub in den Bergen.
Obwohl ich einen Schreibtisch habe, sitze ich zum Schreiben meistens am Küchentisch mitten in unserer große Küche. Hier habe ich genug Platz und einen wunderbaren Blick in meinen Garten, denn von der Küche aus kommt man durch eine große breite Glastür direkt auf die Terrasse.
Jetzt im Winter besuchen mich auf der Terrasse viele Vögel und holen sich ein paar Apfelstückchen oder geknackte Walnüsse. Auch ein Eichhörnchen lebt in unserem Garten und kommt regelmäßig auf der Terrasse vorbei, um sich ein paar Nüsse abzuholen.
Bei so nettem Besuch lässt es sich sehr gemütlich schreiben und Geschichten erzählen.
Ich habe im Januar zwei Bilderbücher für Euch fertig geschrieben, die im Herbst erscheinen werden. Jetzt werden die Bücher gerade illustriert und ich bin schon sehr gespannt auf die Bilder, die sich die Illustratorin zu meinen Texten einfallen lässt.
Im Moment schreibe ich Adventsgeschichten und bin auch deshalb froh, dass draußen noch Winter ist. Im Frühling oder Sommer ist es viel schwieriger, Geschichten über den Nikolaus oder das Christkind zu schreiben.
Zur Zeit sieht es ganz so aus, als ob mein Roman, den ich für Kinder ab 10 Jahre geschrieben habe, eine Verlagsheimat gefunden hätte. Darüber freue ich mich natürlich ganz besonders. Und sobald ich mehr darüber weiß und es auch erzählen darf, werde ich euch natürlich in meinem Tagebuch davon berichten.